Hermaringen: Feuerwehr hält Jahreshauptversammlung ab


Ort: Hermaringen
Datum / Uhrzeit: 18.01.2020


(sam) Als ruhig beschrieb Kommandant Rainer Grupp das vergangene Jahr der Hermaringer Wehr und zog bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag Bilanz. Waren 2018 noch 27 Einsätze zu verzeichnen, mussten die 47 Frauen und Männer im letzten Jahr zu 18 Ernstfällen ausrücken. Doch abseits von Einsätzen und Übungen, waren es für die Wehr dennoch zwölf arbeitsreiche Monate.

Auf 18 Einsätze sowie etliche Übungen und kameradschaftliche Ereignisse blickte Kommandant Rainer Grupp in seinem Jahresbericht am vergangenen Samstag im Feuerwehrhaus Hermaringen zurück. Den Rückgang der Einsatzzahlen zum Vorjahr sei darauf zu schließen, dass die Einsatzkräfte von Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen und größeren Unwetterlagen verschont blieben, so der Kommandant.

Großen Wert legt man bei der Hermaringer Wehr auf die Aus- und Fortbildung. So habe sich bei etlichen Kameraden die Anzahl der Übungsstunden nahezu verdoppelt. Zum einen engagiere man sich in der Ausbildung auf Kreisebene, zum anderen hat die Wehr im letzten Jahr eine Sondergruppe für Notfall-Türöffnungen geschaffen, was diesen höheren Ausbildungs- und Übungsaufwand zur Folge hat.

Neben Um- und Anbauarbeiten am Gerätehaus an der Kaisheimstraße, investiert die Verwaltung auch weiterhin in die Ausrüstung der Feuerwehrleute. So hat man bereits im letzten Jahr digitale Meldeempfänger für die bevorstehende Ablösung der veralteten analogen Alarmierung gekauft. Im Frühjahr diesen Jahres soll eine Wärmebildkamera beschafft und schließlich im Herbst, die Ersatzbeschaffung des mittlerweile 35 Jahre alten LF8 auf den Weg gebracht werden. Ein Fachzuschuss in Höhe von 92.000 Euro sei für das rund 350.000 Euro teure Fahrzeug bereits bewilligt.

Durchweg positives konnte auch Lukas Müller berichten, der gemeinsam mit Steffen Grolik die Jugendgruppe der Wehr leitet. Mit derzeit zehn Jugendlichen sei man in Sachen Nachwuchs gut aufgestellt. Rund 47 Mal übten die Brandschützer von morgen im vergangenen Jahr, wobei eine Übung, bei der eine 24 Stunden Schicht einer Berufsfeuerwehr nachgestellt wurde, das Highlight war.

Feuerwehr als Paradebeispiel

Bürgermeister Jürgen Mailänder dankte den Freiwilligen für die geleistete Arbeit im letzten Jahr. Zwar sei es ein vergleichsweise ruhiges Jahr für die Feuerwehr gewesen, dennoch werden die Aufgaben immer vielseitiger, so der Bürgermeister.

Mailänder betonte dass es für die Verwaltung wichtig sei, ihre Feuerwehr bestmöglich auszurüsten, damit die immer höher werdenden Anforderungen bewältigt werden können. „Die Kameradschaft stimmt. Hier ist die Feuerwehr das Paradebeispiel, wie das Zusammenleben von jung und alt funktioniert“, so Mailänder.

Auch Michael Zimmermann, der ab Februar das Amt des hauptamtlichen Kreisbrandmeisters im Landratsamt Heidenheim übernimmt, griff in seiner Rede das Miteinander auf. Höre man in der heutigen Gesellschaft immer häufiger von Abgrenzungen verschiedener Gruppen und eine Jeder-gegen-jeden-Mentalität, kenne man dies bei der Feuerwehr nicht. „Jeder findet bei uns seinen Platz“, so der 36-jährige Gerstetter. Weiter berichtete Zimmermann von stabilen Mitgliederzahlen und einem durchschnittlichen Einsatzjahr im Landkreis. Auch Beschaffungen von Fahrzeugen und Investitionen in die Modernisierung von Gerätehäusern wurden im abgelaufenen Jahr getätigt. Hierbei wurden insgesamt sieben Förderanträge  mit einem Gesamtvolumen von 1,76 Millionen Euro in Anspruch genommen.

Verband als multifunktionaler Dienstleister

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Uli Steeger lobte die Hermaringer Verwaltung, die merklich hinter ihrer Feuerwehr stehe. Besonders erwähnenswert nannte Steeger die Tatsache, dass beim alljährlichen Neujahrsempfang der Gemeinde auch Feuerwehrleute ausgezeichnet werden. Diese Wertschätzung sei wichtig, da die Feuerwehr viel zum allgemeinen Wohle in der Gemeinde beitrage.  

Weiter informierte Steeger über die Verbandsarbeit im vergangenen Jahr. So hat der Verband verschiedene Aus- und Fortbildungsveranstaltungen ausgerichtet, aber auch den Wehren im Kreis bei aktuellen Themen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Zu feiern gab es für den Verband im vergangenen Jahr das 70-jährige Bestehen. „Der Verband hat sich in Laufe der Zeit von einer Interessenvertretung der Feuerwehren, zu einem multifunktionalen und modernen Dienstleister entwickelt“, so Steeger.

Rainer Grupp und Steffen Bauer bleiben an der Spitze der Wehr

Für weitere fünf Jahre wurde Rainer Grupp als Kommandant und Steffen Baur als Stellvertreter von der Einsatzabteilung mit großer Mehrheit gewählt. Der zweite stellvertretende Kommandant Matthias Maier, stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Ehrungen und Beförderungen

Geehrt mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienstzeit:

Hans Lindel, Hans Rohrer

Geehrt für hervorragende Leistung auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens mit dem Feuerwehrehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim:

Matthias Maier

Beförderung zum Oberfeuerwehrmann:

Philipp Eigner, Julian Engel, Thomas Ihle, Joachim Ott, Konrad Rohrer

Beförderung zum Löschmeister:

Andreas Bauer

Beförderung zum Oberlöschmeister:

Matthias Maier


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