Herbrechtingen: Schwanennest droht zu versinken – Feuerwehr hilft


Einsatzort: Herbrechtingen
Datum / Uhrzeit: 24.04.2022
Einsatzart: Technische Hilfe

(sam) Ein nicht alltäglicher Einsatz beschäftigte am Sonntagmittag die Feuerwehr Herbrechtingen. In einem Nebenarm der Brenz zwischen Herbrechtingen und Giengen bebrütet derzeit ein Schwanenweibchen seinen Nachwuchs. Das Problem: Durch den derzeit anhaltenden Regen stieg der Pegel des Nebenarmes so stark an, dass das Wasser dem Schwanenei gefährlich nahekam. Eine Passantin beobachtete die erfolglosen Versuche des Schwanenpaares das Nest aufzubauen und alarmierte die Feuerwehr.
Ausgerüstet mit Schwimmwesten und einem Boot waren Einsatzkräfte der Herbrechtinger Feuerwehr gegen 15.30 Uhr damit beschäftigt, den Nachwuchs eines Schwanenpaares zu retten. Nur noch wenige Zentimeter trennten das Ei von dem steigenden kalten Wasser der Brenz. Doch die Rettung wurde den Feuerwehrleuten zunächst nicht einfach gemacht: Das Schwanenmännchen verteidigte nämlich sowohl den noch ungeschlüpften Nachwuchs als auch seine brütende Partnerin. Hierbei war Vorsicht geboten: Schwäne sind normalerweise nicht aggressiv. Wenn sie sich jedoch bedroht fühlen, flüchten sie nicht wie kleinere Vögel, sondern verteidigen „nach vorne“ – besonders, wenn es um den Nachwuchs geht. Hierbei können sie Eindringlinge mit ihren Flügeln schwer verletzen.
Doch trotz anfänglicher Gegenwehr, lies das Schwanenpaar die Feuerwehrleute schließlich gewähren. Mit zuvor gesammelten Ästen erhöhten die Helfer das Nest und brachten das Schwanenei in eine sichere Höhe zum Wasserpegel. Beim Rückzug der Bootsbesatzung fauchten die Schwäne nochmals laut, was die Feuerwehrleute als ein „Dankeschön“ auffassten.
Nach rund einer Stunde konnte die Feuerwehr den Einsatz erfolgreich beenden.

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