Hauptversammlung 2026 der Freiwilligen Feuerwehr Hermaringen
Ort: Hermaringen
Datum / Uhrzeit: 23.01.2026
Ein arbeitsreiches Jahr, gelebte Kameradschaft, Dank an starke Partner und ein klarer Blick in die Zukunft.
(sf) Am Samstag, den 24. Januar 2026, versammelte sich die Freiwillige Feuerwehr Hermaringen um 19:00 Uhr zur ordentlichen Hauptversammlung in der Güssenhalle Hermaringen. Zahlreiche Mitglieder der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung folgten der Einladung. Darüber hinaus waren viele Gäste aus Politik, Verwaltung, Hilfsorganisationen sowie aus der örtlichen Wirtschaft anwesend. Die große Beteiligung spiegelte eindrucksvoll die hohe Wertschätzung wieder, die der Feuerwehr Hermaringen innerhalb der Gemeinde entgegengebracht wird.
Die Hauptversammlung wurde durch Kommandant Steffen Grolik eröffnet. In seiner Begrüßung hieß der Kommandant die Kameradinnen und Kameraden aller Abteilungen herzlich willkommen und dankte ihnen für ihr zahlreiches Erscheinen. Ebenso wurden die anwesenden Ehrengäste namentlich begrüßt:
Albert Eisele, Bereitschaftsleiter des DRK Hermaringen. Jürgen Mailänder, Bürgermeister der Gemeinde Hermaringen, gemeinsam mit den Mitgliedern des Gemeinderates. Hans-Frieder Eberhardt, stellvertretender Kreisbrandmeister und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender. Die Geschäftsführung der Firma Hauff-Technik die Ehrenkommandanten sowie die Ehrenmitglieder der Feuerwehr Hermaringen, sowie alle weiteren Gäste der Hauptversammlung.
Ein besonderer Dank galt dem Bewirtungspersonal, das den Abend mit großem Einsatz begleitete und für das leibliche Wohl der Anwesenden sorgte. Als Zeichen der Anerkennung wurde diesem Einsatz ein herzlicher Applaus ausgesprochen.
Nach dem Essen nahm Grolik den Faden wieder auf und stellte seine weiteren Ausführungen bewusst unter ein Zitat, das bereits in den vergangenen Jahren zum festen Bestandteil der Hauptversammlung geworden ist:
„Der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, ist zu lieben, was man tut.“
Steve Jobs
Dieses Zitat wurde nicht zufällig gewählt. Es beschreibt in besonderer Weise das Selbstverständnis der Feuerwehr Hermaringen. Feuerwehrdienst bedeutet nicht nur Einsätze, Technik oder Organisation – er bedeutet vor allem Leidenschaft, Verantwortung und die Bereitschaft, Zeit und Energie für andere Menschen einzusetzen. Oft geschieht dies in der eigenen Freizeit und nicht selten auf Kosten der Familie.
Gerade bei Übungen, nach Einsätzen oder im kameradschaftlichen Miteinander im Feuerwehrhaus zeigt sich, dass diese Arbeit mit Überzeugung und Freude geleistet wird. Das spiegelt sich in der Qualität der Ausbildung, im professionellen Auftreten bei Einsätzen und im starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft wider. Vor Beginn der Berichte erhoben sich alle Anwesenden zur Totenehrung. In einem stillen und würdevollen Moment wurde der verstorbenen Kameraden und Wegbegleiter der Feuerwehr Hermaringen gedacht, die sich in ihrem Leben in besonderer Weise für das Feuerwehrwesen eingesetzt hatten.
Rückblick auf ein intensives Jahr 2025
Im anschließenden Bericht des Kommandanten wurde deutlich, dass das Jahr 2025 für die Feuerwehr Hermaringen ein außergewöhnlich arbeitsintensives, zugleich aber auch sehr erfolgreiches Jahr war. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr, das nicht nur Anlass zum Feiern bot, sondern auch die nachhaltige Bedeutung der Jugendarbeit eindrucksvoll unterstrich.
Einsätze, Übungen und Brandsicherheitswachen
Im Berichtsjahr wurde die Feuerwehr Hermaringen zu insgesamt 30 Einsätzen alarmiert. Hinzu kamen 36 Übungen auf unterschiedlichen Ebenen sowie neun Brandsicherheitswachen, die für Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde übernommen wurden. Insgesamt wurden mehrere hundert ehrenamtliche Stunden geleistet – ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Einsatzbereitschaft der Mannschaft.
Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wurden angesprochen. Die allgemeine Haushaltslage stelle Kommunen und damit auch die Feuerwehr vor Herausforderungen. Dennoch wurde betont, dass mit Augenmaß, Weitsicht und klaren Prioritäten geplant werde, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr langfristig zu sichern.
Das Feuerwehrjahr 2026 begann traditionsgemäß mit der Christbaumsammlung und der anschließenden Christbaumverbrennung der Jugendfeuerwehr. Diese Veranstaltung ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Gemeindelebens und steht sinnbildlich für gelebte Kameradschaft und generationsübergreifende Zusammenarbeit. Weitere Höhepunkte waren in 2025 die Maibaumaufstellung sowie das Maifest. Bei bestem Wetter nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Feuerwehr hautnah zu erleben. Besonders die Angebote für Kinder, die Fahrzeugausstellung sowie die persönlichen Gespräche trugen zur positiven Wahrnehmung der Feuerwehr in der Öffentlichkeit bei. Der Jahresausflug der Einsatz- und Altersabteilung nach Augsburg bildete einen weiteren wichtigen Baustein zur Pflege der Kameradschaft. Ein besonderer Dank galt hierbei Marlis, deren Organisation und Engagement ausdrücklich gewürdigt wurden.
25 Jahre Jugendfeuerwehr Hermaringen – Fundament für die Zukunft
Ein zentrales Thema der Hauptversammlung war das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Hermaringen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 durch Gerhard Brezger wurden insgesamt 43 Jugendliche ausgebildet, von denen heute 37 in der Einsatzabteilung Aktiv sind. Ein eindrucksvoller Beweis für die nachhaltige Wirkung der Jugendarbeit. Der Jugendfeuerwehrwart berichtete von aktuell sechs Jugendlichen, einer außergewöhnlich hohen Übungsbeteiligung sowie zahlreichen Aktivitäten im Berichtsjahr. Besonders hervorgehoben wurden die 42-Stunden-Übung, realitätsnahe Einsatzübungen und der gemeinsame Ausflug in die Therme Erding. Die Jugendfeuerwehr wurde als unverzichtbarer Baustein für den Fortbestand und die Zukunft der Feuerwehr Hermaringen bezeichnet.
In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Jürgen Mailänder herzlich für die ihm entgegengebrachte Ehrung. Er betonte, dass es keineswegs selbstverständlich sei, dass sich junge Menschen bereit erklären, ihre Freizeit für den Feuerwehrdienst einzusetzen. Während seiner 24-jährigen Amtszeit habe er sich jederzeit sicher gefühlt – ein Sicherheitsgefühl, das maßgeblich der zuverlässigen Arbeit der Feuerwehr Hermaringen zu verdanken sei. Deutlich stellte er klar, dass Investitionen in Feuerwehrfahrzeuge und Ausrüstung kein „Spielzeug für Erwachsene“, sondern notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung seien. Mit Blick auf das Ende seiner Amtszeit wünschte er sich, dass der starke Kameradschaftsgeist innerhalb der Feuerwehr Hermaringen auch in Zukunft erhalten bleibe. Sein größter Wunsch sei es, dass alle Kameradinnen und Kameraden stets gesund und unversehrt aus den Einsätzen zurückkehren.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Hans-Frieder Eberhardt zeigte sich beeindruckt von der Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit, mit der die neue Feuerwehrführung in Hermaringen arbeite. Organisation, Ausbildung und technische Weiterentwicklung griffen hervorragend ineinander. Angesichts weltweiter Krisen und aktueller Entwicklungen rücke der Katastrophenschutz immer stärker in den Fokus. Das Landeskatastrophenschutzgesetz unterstreiche die Bedeutung von Vorsorge, klaren Strukturen und enger Zusammenarbeit. Die Stärkung des Ehrenamts bezeichnete er als eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Abschließend dankte er der gesamten Mannschaft und wünschte allen, weiterhin unfall- und verletzungsfrei aus den Einsätzen zurückzukehren.
Für das Deutsche Rote Kreuz sprach Albert Eisele, Bereitschaftsleiter des DRK Hermaringen. In seinem Grußwort bedankte er sich ausdrücklich für die sehr gute, vertrauensvolle und langjährige Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK. Gerade bei Einsätzen und Übungen habe sich immer wieder gezeigt, wie wichtig das eingespielte Zusammenspiel beider Organisationen sei.
Zugleich blickte er positiv in die Zukunft und betonte, dass er sich auf eine weiterhin enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit freue – im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung und eines starken Ehrenamts.
Ein besonderer Höhepunkt der Hauptversammlung war die Auszeichnung der Firma Hauff-Technik als offizieller „Partner der Feuerwehr“. Die Ehrung wurde durch Hans-Frieder Eberhardt vorgenommen.
Ein wesentlicher Grund für diese Auszeichnung ist die vorbildliche Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen, die bei der Firma beschäftigt sind. Das Unternehmen ermöglicht es seinen Mitarbeitenden, im Einsatzfall ihren Arbeitsplatz unverzüglich zu verlassen, um ihrer Aufgabe bei der Feuerwehr nachzukommen. Dieses Entgegenkommen ist keineswegs selbstverständlich und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Tagesverfügbarkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Darüber hinaus wurde die Bereitstellung des Firmengeländes für realitätsnahe Einsatz- und Hauptübungen besonders hervorgehoben. Herr Dr. Stier (Geschäftsführer) und Herr Kölle (Prokurist) nahmen die Auszeichnung entgegen.
Beförderungen und Ehrunge:
Zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert:
Tom Emperle, Marvin Nauenburg, Niklas Wirth
Zum Oberlöschmeister wurde befördert:
Lukas Müller
Zum Brandmeister wurde befördert:
Matthias Maier
Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbands
Bürgemeister Jürgen Mailänder
Verleihung „Partner der Feuerwehr“ des Deutschen Feuerwehrverbands
Hauff Technik GmbH & Co KG
Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden Württemberg für 15 Jahre Einsatzdienst
Kim André Reusch, Steffen Grolik, Lukas Müller
Ehrenzeichen in Gold des Landes Baden Württemberg für 25 Jahre Einsatzdienst
Uli Bauer
Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim für besondere Leistungen
Marlis Borsdorf, Simon Maier, Kai Hönig, Uli Bauer
Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim für besondere Leistungen
Wolfgang Nothelfer, Helmut Ihle
Ehrennadel des Kreisjugendfeuerwehrverbandes
Joachim Ott
Die Hauptversammlung 2026 machte eindrucksvoll deutlich, dass die Freiwillige Feuerwehr Hermaringen auf einem starken Fundament steht: engagierte Mitglieder, funktionierende Kameradschaft, verlässliche Partner und eine klare strategische Ausrichtung.
Getreu dem Leitgedanken von Steve Jobs –
„Der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, ist zu lieben, was man tut.“
wird diese Haltung in der Feuerwehr Hermaringen täglich gelebt: im Einsatz, in der Ausbildung und im kameradschaftlichen Miteinander.
Mit diesem Fundament blickt die Feuerwehr Hermaringen zuversichtlich in die Zukunft – im Dienst der Sicherheit der Bevölkerung und im Zeichen eines starken Ehrenamts.