Jubiläum: Kreisfeuerwehrverband feiert 70-jähriges Bestehen – Kreisbrandmeister Rainer Spahr aus Ehrenamt verabschiedet


Ort: Heidenheim
Datum / Uhrzeit: 30.11.2019


(sam) Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim am vergangenen Samstag, wurde Kreisbrandmeister Rainer Spahr aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Kreisbrandmeister verabschiedet. Neben Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg, Landesfeuerwehr-Präsident Dr. Frank Knödler und dem Ersten Landesbeamten und designierten Landrat Peter Polta, waren zahlreiche Gäste der Einladung des Verbandsvorsitzenden Uli Steeger gefolgt.

Vor einer eindrucksvollen Kulisse in der Heidenheimer Feuerwache begrüßte Uli Steeger als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim Vertreter aus Politik, Verwaltung und befreundeten Hilfsorganisationen. Steeger blickte auf die vergangenen elf Jahre zurück, in welchen er bereits in der dritten Wahlperiode an der Spitze des Verbandes steht. So wurde 2008, mit Ausnahme des Kassierers Martin Brunner, die Vorstandschaft neu gewählt. Mit Steeger an der Spitze, fanden sich mit den damaligen stellvertretenden Vorsitzenden Peter Becher und Eberhardt Kieser, Schriftführer Hans-Frieder Eberhardt und Kreisbrandmeister Rainer Spahr ein hochmotiviertes Team. In einem war sich die neue Vorstandschaft schnell einig: Eine gute Verbandsarbeit zeichne sich nur durch den Blick und das Ohr an der Basis aus. Getreu nach dem Motto „Werte leben und Vorbild sein“, habe man den Mitgliedern aufgezeigt, für welche Werte der Verband steht. Begonnen habe man mit dem Entgegenwirkung des demografischen Wandels in Bezug auf den Personalmangel bei den Feuerwehren in naher Zukunft. Mit verschiedenen Projekten und der Einführung einer Ehrenordnung, aber auch der Darstellung der ehrenamtlichen Arbeit nach Außen und Mitgliederwerbung habe der Verband dazu beigetragen, so Steeger, dass der befürchtete Personalmangel im Kreis noch kein Problem darstellt. Aber auch in Sachen Ausbildung sei der Verband ein verlässlicher Partner, betonte der Vorsitzende. So biete der Verband regelmäßige Veranstaltungen in Form von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für die Feuerwehren im Kreis an. Neben etlichen weiteren Angelegenheiten, bei welchen der Verband den Feuerwehren mit Rat und Tat zur Seite steht, reagiere man auch auf aktuelle Themen schnell und effektiv. So sei man die Themen Datenschutzgrundverordnung, der anstehenden Neuregelung der Umsatzbesteuerung, oder auch die Hygiene im Feuerwehreinsatz rechtzeitig angegangen. In punkto Kinderschutz sei man stolz, ein Präventionskonzept erarbeitet und dafür sogar einen Preis erhalten zu haben. „Mit Blick in die Zukunft wird es wichtig sein, das Geschaffene und den Bestand zu halten und zu festigen“, so Steger und blickte mit seinen zwischenzeitlich neuen Stellvertretern Hans-Frieder Eberhardt und Thomas Joss positiv der Gegenwart entgegen.

Verband als wichtiger Partner der Feuerwehren

Dr. Frank Knödler, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden Württemberg, beglückwünschte den Verband zum Jubiläum. Knödler verdeutlichte die lange, zeitgeschichtliche Verbindung zwischen den Verbänden und den Feuerwehren. Bereits in der Neuzeit des Feuerwehrwesen zum Ende des 18. Jahrhunderts, haben sich Wehren mit Verbänden eng verwoben. Damals habe man aufgrund der fehlenden Technik einen Wissensplattform zum gegenseitigen Austausch in Form der Verbände organisiert. Noch bis heute sei es aber auch die Aufgabe der Interessenvertreter, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu schaffen. Hierbei sei der Kreisfeuerwehrverband Heidenheim vorbildlich, so der Präsident.

Der Erste Landesbeamte und designierte Landrat Peter Polta sprach in seinen Grußworten von der zunehmenden Bedeutung der Verbände als Bindeglied zwischen Politik und der Basis mit rund 2500 Feuerwehrleuten. Sei es bei der Förderung von Aus- und Fortbildungen, der Unterstützung der Jugendarbeit oder auch die enge Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz – Der Landkreis wisse was er am Kreisfeuerwehrverband habe, schätze die Arbeit sehr und unterstütze ihn deshalb immer wieder bei Projekten. Polta zeigte sich erfreut über die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Verband und Landkreis und bestätigte der Vorstandschaft ein außerordentliches Engagement. „Der Kreisfeuerwehrverband sorgt an vielen Dreh- und Angelpunkten dafür, dass die Feuerwehrleute Vorbilder sein und bleiben können und als diese wahrgenommen werden“.

Rainer Spahr als ehrenamtlicher Kreisbrandmeister verabschiedet

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Kreisbrandmeister Rainer Spahr nach 15 Jahren ehrenamtlicher Dienstzeit verabschiedet. Verbandsvorsitzender Uli Steeger, Landesfeuerwehrpräsident Dr. Frank Knödler, der Erste Landesbeamte Peter Polta und der Vertreter der Bürgermeister im Landkreis Marcus Bremer waren sich einig: Spahr habe das Feuerwehrwesen im Landkreis entscheidend geprägt. „Er hat nicht viel geredet, sondern stimmige und nachhaltige Konzepte entwickelt und mit Barvour umgesetzt“, so Uli Steeger. Hierbei sei es für den Kreisbrandmeister immer wichtig gewesen, ein gut funktionierendes und flächendeckendes System in den Einsatzabteilungen vorzuhalten.

Der 49-jährige Spahr war 1984 der Jugendfeuerwehr Schnaitheim beigetreten. Nach einer Berufsausbildung bei der Firma Voith, absolvierte Spahr ein Studium in Maschinenbau. 1999 führte sein Weg in den Norden, wo er bei der Berufsfeuerwehr Hamburg seine Laufbahnausbildung ablegte. Von 2001 bis 2005 war Spahr Abteilungsleiter Technik bei der Berufsfeuerwehr Augsburg, bevor er 2005 nach Heidenheim zurückkehrte und hauptamtlicher Kommandant der Heidenheimer Feuerwehr und mit 35 Jahren jüngster, ehrenamtlicher Kreisbrandmeister im Landkreis wurde. Nach nunmehr 15 Jahren beendet Spahr seine ehrenamtliche Tätigkeit. Sein Nachfolger Michael Zimmermann aus Gerstetten, übernimmt ab Februar nächsten Jahres den künftig hauptamtlichen Posten des Kreisbrandmeisters in Landratsamt Heidenheim. Unter stehenden Ovation der rund 160 Gäste, ehrte Landesfeuerwehrpräsident Dr. Frank Knödler Rainer Spahr mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der höchsten Auszeichnung der deutschen Feuerwehren. „Es war mir eine Ehre, ihr Kreisbrandmeister zu sein“, so Spahr bei seiner Dankesrede.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Giengen an der Brenz. Für viele Lacher sorgte Feuerwehr-Kabarettist Günter Nuth.

Auch geehrt wurde an diesem Abend: Klaus Kurz (KFV-Ostalbkreis) Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes, Martin Profendiener (Feuerwehr Heidenheim) Ehrenkreuz in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes, Frank Ratter (Kreisstabführer) Ehrenkreuz in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes, Georg Feth (Dezernet am Landratsamt Heidenheim) Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Baden  Württemberg.


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