Steinheim: Hunderte Strohballen bei Großfeuer zerstört


Einsatzort: Steinheim
Datum / Uhrzeit: 09.09.2021 um 21:00
Einsatzart: Brand

Ein Großfeuer vor den Toren Steinheims beschäftigte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Steinheimer Feuerwehr mit ihren drei Einsatzabteilungen, zusätzlich Hilfe wurde aus Heidenheim und Gerstetten angefordert. Hunderte Rundballen aus Stroh waren in Flammen aufgegangen.
Gegen 21 Uhr wurde durch Zeugen der Brand, der sich unweit einer Maschinenhalle zwischen der Zufahrtstraße zur Heiderose und dem Mühlweg zur Oberen Ziegelhütte befindet, entdeckt. Zunächst wurde Vollalarm für die Feuerwehrabteilung Steinheim ausgelöst, kurze Zeit später wurden die Abteilungen Sontheim im Stubental und Söhnstetten nachgefordert. Eine feuerrot angeleuchtete Rauchsäule stieg fast senkrecht in den Nachthimmel und zeigte den anrückenden Einsatzkräften den Einsatzort und ließ ahnen, dass das ziemlich heftig wird.
75 Feuerwehrleute, die mit neun Fahrzeugen angerückt waren, bändigten mit Wasser aus zahlreichen Strahlrohren die Feuersbrunst und konnten Hunderte sogenannte Silageballen, welche als Tierfutter dienen, vor der enormen Hitzestrahlung abschirmen. Ein Landwirt eilte von einem in der Nähe befindlichen Bauernhof mit zwei großen Traktoren und Helfern herbei: mit den Maschinen konnten in letzter Minute ca. 65 Strohballen, die noch nicht Feuer gefangen hatten, in Sicherheit gebracht werden.
Vom Gewerbegebiet Ried sowie der Lehmgrube wurde für die Löschwasserversorgung zwei 800 Meter lange Schlauchleitungen verlegt und mittels verschiedener Pumpen für Druckerhöhung gesorgt. Erstmals kam dafür die seit Februar in Steinheim stationierte Modul Wasserversorgung zum Einsatz. Zusätzlich lieferte ein Landwirt mit einem großen Vakuumfass zusätzlich mehrere zehntausend Liter Löschwasser.
Durch die starke Rauchentwicklung, die sich teilweise wie Nebel im Steinheimer Becken sammelte, wurde gegen 22.15 Uhr die Anwohner aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten, nach dem um 23 Uhr der Wind drehte, wurde auf den Heidenheimer Bezirk Zanger Berg und Mittelrain von Heidenheim die Bevölkerungswarnung ausgedehnt. Diese Warnung wurde gegen 10 Uhr am Freitag aufgehoben. Für die Bevölkerung bestand allerdings keine wirkliche Gefahr: Da nur Stroh brannte, waren keine giftigen Stoffe in der Rauchwolke vorhanden.
Kommandant Ulrich Weiler und sein Stellvertreter Martin Prager leiteten den Einsatz, der sich über 22 Stunden hinzog. Mit zwei Baggern, Radladern und Traktoren mit Frontladern von Landwirten und Lohnunternehmen wurden die Überreste der Strohballen für die Restlöscharbeiten auseinanderzogen. Mit sechs Kräften von der DRK Bereitschaft Steinheim, verstärkt um einen Rettungswagen und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst waren zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort, mussten zum Glück keine Verletzten versorgen. Die Feldköche der DRK Bereitschaft Gussenstadt versorgten die Einsatzkräfte und Helfer mit Getränken und Essen.
Am Freitag gegen 6 Uhr wurden Feuerwehrleute aus Gerstetten, Gussenstadt und Mergelstetten mit fünf Fahrzeugen aktiviert, um die Steinheimer Kräfte aus dem Einsatz herauszulösen. Die Brandbekämpfer nutzten dabei auch die Förderleitungen, während Bagger weiter das noch stark rauchende Brandgut auseinanderzerrten. Gegen 11 Uhr konnte vorerst keine Brandstellen mehr lokalisiert werden, so dass die überörtliche Hilfe wieder abrücken konnte. 20 Einsatzkräfte aus Steinheim übernahmen die restlichen Aufräumarbeiten die sich bis Freitagabend hinzogen.
Insgesamt waren etwa 120 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren aus Steinheim, Söhnstetten, Sontheim im Stubental, Heidenheim, Mergelstetten, Gerstetten und Gussenstadt im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen, seitens der Polizei wurde der entstandene Sachschaden auf 30 000 Euro beziffert.
Bericht & Fotos: fk-Feuerwehr Steinheim

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